Sonntag, 18. Mai 2014

Roadtrip Marokko// Marrakesch (Part I)

Kommen wir nun endlich nach Marrakesch. Nachdem wir die Nacht von Rabat nach Marrakesch unfreiwillig durchfuhren, weil wir auf dem Weg keine Bleibe fanden, die nicht aussah wie ein Drogenumschlagsplatz, beschlossen wir, nicht mehr um halb eins nachts durch verlassene Kleinstädte zu fahren, sondern die Strecke  nach Marrakesch direkt zurückzulegen. Das klappte unglaublich gut und nach einer kurzen Nacht, hatten wir so einen halben Tag mehr in Marrakesch gewonnen. Eigentlich war Marrakesch der wahre Grund der Reise. Ich wollte schon immer dorthin. Es hat einen magischen Reiz und bei diesem wundervollen Wort schossen mir sofort die Assoziationen von vollen Souks, würzigen Düften und bombastischen Farben durch den Kopf.
Und genauso war es, Farben über Farben. Enge Gassen, ein Labyrith aus Soukgängen, in denen wir uns verirrten. Der dampfende Djemaa el Fna, Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Seidenfärberein, Gewürzpyramiden und ein Gedränge an Menschen, Eselkarren und Motorrädern.
Marrakesch war überwältigend. Diese Stadt besteht nur aus kleinen Gängen und Gässen. Tausend Abzweigungen führen einen in die Irre und wenn man sich mal wieder verläuft, dann oriertiert man sich immer wieder zurück zum Hauptplatz.
Der Djema el Fna, bildet den Mittelpunkt des ganzen Wirrwarrs. Tagsüber sind hier pfiffige Schausteller und Orangenverkäufern zu finden. Nachts verwandelt sich der Platz in einen Essmarkt, mit hunderten von rauchenden Essenständen, die alle das gleiche anbieten, aber um jeden Kunden kämpfen. Nachts steigt dann der würzige Duft der Stände in den dunkelblauen Himmel über Marrakesch herauf, während daneben Geschichtenerzähler und Gaukler spielen. Über der ganzen Atmosphäre liegt das stetige Wummern von Trommeln und der Gesang des Muezzins.
In den ersten Tagen, erkundeten wir die Souks. Ich wurde nicht müde, die verschiedenenen Abteilungen abzulaufen und meine mentale Einkaufsliste um immer mehr Artikel zu ergänzen. Hammamtücher, eine Kette, ein Silberarmband, Gürtel, Gewürze, eine Ledertasche, echter Safran...
Und natürlich schauten wir uns auch den Jardin Majorelle an, den Garten in dem auch Yves Saint Laurent wohnte. Ich verliebte mich sofort in diese verschwenderische Blütenptracht und dieses erschlagend, stechende Blau.
Vier Tage hatten wir in Marrakesch und so wird nächste Woche noch ein Part II folgen, denn diese ganze Schönheit kann ich nicht nur in dreizehn Bildern festhalten. 
Marrakesch war anders, als ich erwartet hatte und doch mit einem ganz eigenen wundervollen Zauber, der mein Herz direkt wieder voller Sehnsucht seufzen lässt.
Man muss diese Atmosphäre einmal erlebt haben in seinem Leben. Dieses elektrisierende Knistern, das die ganze Zeit in der Luft liegt, während es sich mit Gerüchen, lautem Arabisch und orientalischer Musik verbindet, die allzeit durch die Stadt wabert.

Kommentare:

  1. Was für schöne Fotos - vor allem die ganzen Farben sind einfach großartig!
    Have a fantastic day!
    x
    www.morningvibes.blogspot.com

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  2. Wow deine Bilder finde ich echt klasse, sie fangen das was du beschreibst toll ein! lg Lena

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  3. Oh wow! Das sind so wunderschöne Bilder! Marrakesch muss einfach traumhaft sein! Bitte noch viele viele Bilder mehr davon!;)
    Liebe Grüße,Sarah

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  4. Dein schreibstil + deine Bilder sind einfach nur neidisch machend! :D will sofort dahin!!!

    Freue mich schon wie Wolle auf Part 2 :)

    Liebe grüße <3

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  5. Wunderbare Bilder mit unglaublichen Farben. Ich kann die Gewürze förmlich riechen. Da will ich unbedingt mal hin.

    lg
    Anja

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  6. Deine Bilder sind wirklich klasse!
    Schön, dass es Dir dort so gut gefallen hat :) Bei mir hat Marrakesch leider rückblickend keinen so positiven Eindruck hinterlassen...

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  7. Super schön!
    Hattet ihr eigentlich Probleme mit dem Fotografieren? Ich hab in muslimischen Ländern die Erfahrung gemacht, dass die Leute extrem negativ auf fotografieren reagieren, egal ob jetzt sie oder nur ihr Stand abgelichtet werden.

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  8. @ frl. wunderbar

    Oh warum hattest du denn so schlechte Erfahrungen? Bei uns waren alle ganz freundlich. Das ist schade, wenn man den Urlaub in so schlechter Erinnerung behält.

    Liebe Grüße

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  9. @ Bittersüß

    Ja, ich weiß was du meinst. Viele wollen nicht fotografiert werden aus religiösen Gründen. Ich habe das respektiert und immer die Leute gefragt, wenn ich ein Bild von etwas machen wollte. Besonders in Marrakesch wissen die Leute das Touristen gerne Fotos machen und das wird auch toleriert. Da ist gegenseitiges Verständnis gefragt. Ich habe also immer gefragt ob ich ein Foto machen darf und musste dann zeitweise etwas warten, sodass sie sich verstecken oder den Kopf wegdrehen konnten. Dann waren alle happy. Ich war anfangs auch etwas verunsichert, denn schließlich komme ich als Gast in das Land und will da nicht Menschen verletzten. Aber viele Marokkaner haben mir versichert, dass ich mich da nicht schlecht fühlen brauche, solange ich zeige, dass ich ihre Werte respektiere und immer nachfrage. Das Bild oben von den drei Männern, habe ich unabsichtlich geschossen und bin allen hinterher um zu fragen ob es okay ist, wenn ich es verwende. Und ansonsten lehnen halt viele erst mal ein Foto ab um Geld zu fordern. Da muss man wissen, ob es einem das Motiv wert ist.

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  10. Marrakesch steht auch auf meiner Reiseliste. Ich hoffe ich komme eines Tages dorthin. Dein Bericht und die tollen Fotos haben es geschafft, dass ich am liebsten jetzt losfahren würde :)
    Anneke ♥

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  11. Deine Bilder sind Wunderschön - Marrakesch ist eine magische Stadt

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