Freitag, 24. Januar 2014

Memorybook// August & September 2013

Meine Mutter war diese Woche da und brachte mir neue Unterlagen für mein Memorybook mit, sodass ich euch heute die Monate August und September vorstellen kann. Meine Mutter ist wieder abgereist, ich befinde mich in der Klausurphase und meine Rückflugticket ist gebucht. Die folgenden Monate (Oktober, November, Dezember) werde ich euch dann vortellen wenn ich wieder daheim bin.

 August
Der August war geprägt von einem wunderbaren Ausflug nach Maastricht und meiner nahenden Abreise nach Madrid. Ein Ereignis, das für mich sehr wichtig war und so lautete der Spruch den ich für die Monatsanfangscollage heraussuchte:

We must always change, renew, rejuvenate ourselves otherwise we harden - Goethe

Auf der folgenden Seite, habe ich notiert, was auf den einzelnen Bilder passierte- wie jeden Monat. Dazu habe ich die Lieblingsbilder von T. und mir geheftet, die an einem wunderschönen Abend auf einem Feld entstanden sind. Auf deren Rückseite fügte ich dann noch die Karten von einem Konzertbesuch ein. Die nächste Seite zeigt die lomographischen Fotos von einer Geburtstagsparty.
Auf der nächsten Doppeleite habe ich die Fotos unseres Maastrichtsausfluges festgehlaten- ein wirklich wunderschöner Tag.
Die letzte Seite des Augusts zeigt, meine erste Wohnung die ich hier in Madrid bezog. Sie befand sich bei einem Kubaner und seiner Freundin, in LaLatina. Dazu habe ich das Bild von mir und meiner Familie abgeheftet, dass kurz vor meiner Abreise entstand. Auf die Rückseite des Fotos habe ich meine Flugutensilien gekelbt und dazu eine Pappe mit Reisepfeilen. Ich fand das passte sehr gut.
Zu guter Letzt fügte ich eine Fotohülle ein. Auf der einen Seite zeigte ich nochmals wichtige Momente aus den Tagen bevor ich flog (Umzug, Konzert, Überraschungsparty) und auf der anderen Seite zeigte ich dann erste Fotos aus Madrid als Kontrast.

September
Der September war noch so unglaublich sommerlich, ich lebte mich in Madrid ein, fuhr mit einer Freundin nach Salamanca und T. besuchte mich in Madrid. Das dazu passende Zitat stammte von Camus:
Autumn is a second spring when every leaf is a flower - Camus
Auf der ersten Seite habe ich Bilder von T.s Besuch festgehalten. Darunter habe ich mit meinem Dymo ein paar Stichpunkte erstellt, die zeigen was wir in dieser Zeit erlebten. Fußballspiel- Nachttour-Feiern- Sonnenuntergänge bestaunen.
Die danach folgende Doppelseite zeigt den Ausflug meiner Freundin S. und mir nach Salamanca. In die Mitte habe ich eine Collage aus Bildern von uns gekelbt und auf der Rückseite kurz unseren Ausflug beschrieben, sowie einige  Eintrittskarten abgeheftet.
Die letzte Doppelseite zeigt den Besuch von meiner Mama im September. Ein paar Impressionen aus der Zeit in Madrid und von unserem Ausflug nach Aranjuez. Es war damals noch so sommerlich und warm.
Im Februar folgenden dann die nächsten Monate und wir können 2013 abschließen. Auch 2014 werde ich wieder ein Memorybook führen, dann unter leichteren Bedingungen, da ich wieder daheim sein werde. Die Memorybooks gibt es bei Bina im Shop. Und auch alle möglichen weiteren Bücher um Erinnerungen festzuhalten, egal ob Geburt, Hochzeit oder Reise. Und ihr solltet euch auch ganz dringend Binas Blog ja- Sagerin anschauen, denn auch sie stellt dort ihr Memorybook vor.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Rezept// Die weltbesten Buchteln

Etwas Seelennahrung gefällig? Diese Buchteln (süßes Hefegebäck) waren Teil meiner ersten Backversuche im zarten Alter von 10 Jahren und bis heute sind sie noch eines meiner liebsten Rezepte. Das ich auf Hefeteig stehe, dürfte ja nun schon weltweit bekannt sein. Der Duft, der Geschmack, die Zubreitung. All das schreit nach seelenstreichelnder, kuscheliger, von innen wärmender Herzensnahrung.
Zutaten
500 g Weizenmehl
1 Pkt. Trockenhefe
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 Pkt. Vanillinzucker
250 ml Milch
1Ei
125 g Butter
Puderzucker

500g Weizenmehl mit 1 Päckchen Trockenhefe gut vermischen. Dann 65g Zucker, 1 Ei, Vanillinzucker, 1 Prise Salz, 250ml lauwarme Milch und 4 Tropfen Zitronenaroma hinzufügen. 75 g (!) der Butter schmelzen, abkühlen lassen und dann hinzugeben. Mit einem Knethaken den Teig innerhalb von 5 Minuten zuerst auf niedrigster und dann auf schnellster Stufe mischen. Den Hefeteig gehen lassen und danach in kleine Bällchen formen; diese in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und mit den restlichen 50g zerlassener Butter bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° - 220° ca. 20- 30min backen. Danach mit Puderzucker bestäuben.
Buchteln sind ein einfaches aber gemütliches Rezept. Perfekt für kuschelige Sonntagnachmittage mit einem guten Buch und einer weichen Decke über den Füßen. Aber auch als Mitbringsel zum Brunch eignet es sich hervorragend. Unkompliziert, süß und weich. Probiert es einmal aus und freut euch dran!

Freitag, 10. Januar 2014

Von der dritten Wohnung und meinem endgültigen Heim in Madrid

Kaum zu glauben, aber mein Auslandsaufenthalt neigt sich schon dezent dem Ende entgegen. Wo ist die Zeit geblieben? Als ich noch ein so unwissendes Mädchen war, ob der Dinge die mir hier wiederfahren werden.
Doch bevor ich meinem Erasmusjahr Lebewohl sage, bleibt uns noch ein klein bisschen Zeit übrig. Gute eineinhalb Monate um genau zu sein. Und so nutze ich diese Restzeit und zeige euch Einblicke in meine dritte Erasmuswohnung, bevor ich hier schon wieder ausziehe.
Wer sich noch an den letzten Wohnungbeitrag erinnert, der weiß, dass ich aus meiner 1. Bleibe auszog, da ich diese nur für den ersten Monat als Einstieg gemietet hatte, um in meine 2. Bleibe, einer wirklich schönen Wohnung einzuziehen. Nach nur einem Monat in dieser hellen und wirklich fabelhaften Unterkunft, wurden meine Mitbewohnerinnen aus der Wohnung geschmissen. Die Wohnung müsse geräumt werden und wir könnten da nicht mehr wohnen hieß es. Traurig um unser liebgewonnenes Heim, aber wir waren auch froh, den, wie sich herausstellte, furchtbaren Vermierter, der unangemeldet in unsere Wohnung kam und stets die Sauberkeit und Ordnung überwachte, hinter uns zu lassen. Noch heute muss ich den Kopf schütteln wenn ich an diesen Menschen denke, der sich in seinem ganzen Verhalten aggresiv und abwertend benahm. Heute kann ich glücklicherweise laut darüber lachen und nehme es als eine sehr lehrreiche Erfahrung in meinem Leben. In der Zeit, in der wir uns innerhalb von zwei Wochen eine neue Wohnung suchen mussten, sah dies anders aus.
Ich fühlte mich orientierungslos und überrumpelt. An die Situation ausgeliefert und unter enormen Druck eine neue Bleibe für drei Mädchen zu finden, denn da meine Mitbewohnerinnen und ich uns so gut verstanden, wollten wir unbedingt zusammen bleiben und nicht mehr auseinander gerissen werden. Ein Auslandssemester ohne die beiden konnte ich mir nicht mehr vorstellen.
Ein Marathon aus Wohungsbesichtigungen und Vorstellgesprächen begann und in Rekordzeit (nur 10! Tagen) unterschrieben wir schließlich den Mietvertrag für unsere Wohnung. Wieder in La Latina, meinem Lieblingsviertel.
Bis dato musste noch so manche Klippe umschifft werden. Nachts wühlte ich mich mit einer Freundin, die Jura studiert durch die Tücken unseres Mietvertrages, nach dessen erster Version, wir keine Besucher hätten empfangen dürfen oder wir hätten Strafe zahlen müssen, wenn wir vor August 2014 ausgezogen wären (wohlbemerkt unser Mietvertrag läuft nur bis zum Juni 2014). Wir eröffneten Bankkonten, bestellten Internet und fuhren vollbepackt zu Ikea, da wir in der neuen Wohung keine Lampen hatten. Aber wir haben es geschafft und all der Frust und die Anstregungen waren mit dem Einzug in die Wohung vergessen
Wir mieteten uns also eine eigene Wohung, nicht nur ein Zimmer in einer WG, und nun sind wir stolze Besitzer unseres eigenen Domizils in Madrid. Wenn das nichts ist! Und das Beste daran: es kommt kein Vermiter unangekündigt herein, wenn wir dem nicht zustimmen! Ich kann nun voller Freude sagen, dass ich in Spanien überleben kann. Ich kenne mich mit dem spanischen Mietrecht aus, eröffne Konten wie ein Profi, kenne die günstigesten Internetanbieter und vereinbare Termine mit Elektrikern, da unser Herd zu Beginn nicht funktionierte. Wenn das nicht Lebenserfahrung ist, dann weiß ich auch nicht.
Zugegeben unsere alte Wohnung war schöner und heller, aber diese hier ist unser kleines Heim geworden. Mit gemütlichen Sangrianächten in unserem Wohnzimmer, Käsespätzlepartys in der Küche und gemeinschaftlichem Abschmiken nach Partys in unserem Badezimmer. Was macht es da, dass wir den Duschvorhang provisorisch mit 3 Anhängern verlängern müssen um nicht das Badezimmer in ein Schwimmbad zu verwandeln und wir nicht Backofen und Waschmaschine gleichzeitig betätigen dürfen, ohne dass die Sicherung durchknallt. :) Ich mag diese Wohnung und ich denke, sie mag uns auch.
Und mein Zimmer liebe ich sowieso. Besonders nachts, wenn die Lichterkette an ist und alles so gemütlich ist. Wunderbar ist auch, dass wir alleine 5 balkone haben, die alle nach außen gehen und nicht in einen dieser stockdusteren "patios" (kleine schlauchartige innenhöfe).
Um mir mein Zimmer ein wenig zu personalisieren, habe ich mir einige meiner Lieblingsgemälde aus dem Prado und Thyssen-Museum als Postkarten und Poster gekauft. Mein eigener Renoir für mich sozusagen.
Ein bisschen traurig werde ich schon, wenn ich daran denke mein kleines Zimmer und die Wohnung bald zu verlassen. schließlich ist es ein wunderbarer Rückzugsort. Die unwiederstehlichen Echtretro-Kacheln in unserer Küche, mein malerisch geschwungenr Balkon , der quietschende Kleiderschrank und das tolle alte Treppenhaus, in dem es immer nach Backwaren riecht, da unter uns eine Bäckerei ist. Es ist einfach wundervoll morgens mit diesem Geruch aufzuwachen. Und natürlich die Mädchen, die ich mit all dem hier verbinde und die Geschichte, die uns hierher geführt hat...
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