Freitag, 29. November 2013

Rezept// Salted Caramel

Heute wird es hier ganz verteufelt süß. Eine sündige Köstlichkeit, in die ihr immer mal wieder mit dem Löffel heimlich reintauchen wollt und die man so unfassbar vielseitug einsetzten kann. Gesalzenes Karamel! Dieser Kontrast von süß und salzig ist einfach unfassbar gut und man weiß schon warum man solche Naschereien so häufig in französischen Feinkostläden finden kann. Jaja, die Franzosen wissen wie man lebt!
Zugegeben, die Zutaten sind übersichtlich und die Herstellung kann mitunter etwas kniffelig sein, aber mit Aufmerksamkeit und etwas Konzentration gelingt euch diese Köstlichkeit blitzschnell. Ich bin mir sicher. Deswegen lest euch vor dem Kochen, nochmal das ganze Rezet genau durch, damit ihr jeden nächsten Arbeitsschritt schon vorher wisst und nicht plötzlich in Stress verfallt. Doch einmal fertiggestellt ist diese Sünde euer Bester Freund, von dem ihr gar nicht mehr eure zuckerklebrigen Lippen lassen könnt.
450g Zucker
12 EL Butter, bei Raumtemperatur, in Stücke geschnitten
1 Becher Sahne, bei Raumtemperatur
1 EL Fleur de Sel (oder jedes andere Meersalz)

Den Zucker gleichmäßig auf dem Boden eines großen Topfes geben. Nehmt einen wirklich großen Topf, am besten immer eine Nummer größer als ihr für notwenig erachtet. Es sollten ganz bequem 2-3 Liter darin Platz haben. Erhitzt den Zucker bei mittlerer Hitze, rührt ihn die ganze Zeit, damit er anfängt zu schmelzen, ohne das etwas anbrennt. Der Zucker beginnt nun Klumpen zu bilden, dass muss euch aber nicht beunruhigen, denn diese schmelzen später ein. Sobald der Zucker geschmolzen ist und kocht, reicht es den Topf nur noch gelegentlich zu schwenken, der Zucker muss nun nicht mehr gerührt werden. Ab hier wird es tricky und ihr müsst gut auf euer Karamel aufpassen, denn hier ist der Grad schmal zwischen perfekt und verbrannt. Arbeitet präzise und schnell. Ihr kocht das Karamel bis es eine schöne, tiefe Bernsteinfarbe erreicht hat. Es sollte fast rötlich-braun aussehen und ein leicht geröstetes Aroma haben. Sollte dies der Fall sein ist euer Karamel perfekt. Lasst euer Karamel nicht anbrennen! Habt ihr ein Instant-Thermometer, dann sollte der geschmolzene Zucker ca. 175°C. erreichen. Ist dieser Punkt erreicht, fügt ihr die Butter hinzu und verrührt sie schnell mit dem Zucker. Passt gut auf eure Hände auf, die Butter britzelt gerne mal im heißen Karamel. Nehmt den Topf von der Herdplatte und rührt eure Sahne unter. Anschließend fügt ihr eurer Meersalz hinzu. Anschließend lasst ihr die Karamelsauce ca. 10 min ruhen, bevor ihr sie in ein verschließbares Glass umfüllt.
Das Wunderbare an gesalzenem Karamel ist, dass ihr es wirklich unglaublich häufig einsetzten könnt und es jede euer Kreationen auf eine neue Ebene bringt. Cupcakes, Brownies, Eis, Applepies. Einfach immer einen Klecks darüber geben oder untermischen und genießen, damit könnt ihr nie etwas falsch machen!
Das Karamel hält sich nach dem Kochen ca. 2 Wochen und ist eine ganz schön ordentliche Portion. Perfekt also als kleine Aufmerksamkeit, zum Beispiel für die Weihnachtszeit. Nett verpackt und in kleine Gläschen abgefüllt, könnt ihr damit wunderbar euren Liebsten eine Freude machen. Sie werden euch dafür lieben, garantiert!

Mittwoch, 27. November 2013

Madrid, meine ersten Monate- ein Resumee

Ihr lieben dieses Wochenende war Laura endlich hier in Madrid und statte mir einen Besuch ab. Zu kostbar war mir unsere Zeit, als dass ich es geschafft hätte einen Post online zu stellen oder vorzubereiten. Ja, manchmal fliegt mir hier mein Leben in Madrid ganz schön um die Ohren. Dann komme ich nachts nach hause, schiele mit einem Auge auf die Uhr und falle ins Bett. Dabei habe ich so viele Ideen und Postberichte für euch im Kopf. Es bleibt mir kaum Zeit euch wirklich auf dem Laufenden zu halten und ein Update zu geben. Es gäbe so viele Worte, Gedanken und Gefühle die ich euch mitteilen will und so glaube ich, dass uns dieses Auslandssemester auch noch 2014 immer mal wieder auf dem Blog begenen wird. Mit Fotos, Filmen, Gedanken und kleinen feinen Artikeln.

Aber heute will ich euch wieder ein wenig informieren. Es wird ein Gedankenwirrwarr und Wortchaos, denn ich sitze hier gerade in meiner Freistunde in der super schicken Unibiblothek, in gemütlichen Ikeasesseln und versuche meine Gedanken und Gefühle neu zu ordnen. Mir wird dabei klar, dass ich euch unmöglich alles erzählen kann, was in mir vorgeht oder was alles passiert ist. Deswegen ist dies eher eine kleine Aneinanderreihung von Momenten, staccatostilartig aufgeführt, nur um euch ein wenig auf den neusten Stand zu bringen.
Seit knapp drei Monaten wohne ich nun hier in dieser unglaublich schönen Stadt. Habe den Wechsel der Jahreszeiten miterlebt und mich von sommerlich staubigen Straßen auf regendurchnässte Bürgersteige umgestellt. Das Blattlaub im Retiro verwandelte sich von grün, zu braun und gelb. Zwei Umzüge und drei Wohnungen liegen hinter mir und jede Menge Erfahrungen, vor allem Erfahrungen und Erkenntnisse über mich. In den letzten Wochen und Monaten habe ich hunderte neuer Menschen kennengelernt. Manche ganz flüchtig, andere intensiver und wieder ganz andere sehr intensiv. Manche habe ich aus den Augen verloren, sehe ihre Ferundschaftsmarke noch auf Facebook blinken und finde es dennoch manchmal schwer mich an ihre Namen zu erinnern. Mit den anderen verbringe ich abende in lauten Tapasabars, trinke Bier für 70ct die Caña, tanzte monatgs in brütend warmen Clubs und koche ungesundes Essen mit viel zu viel Olivenöl und Salz. Wir schwatzen in Cafés, viel auf deutsch, manchmal auf spanisch. Wir langweilen uns durch Kurse, schleichen uns früher aus dem Unterricht, nur um vor dem Abend noch ein paar Stunden Schlaf abzubekommen.
Mein Leben in Madrid ist in gleicherweise Abenteuer wie auch Alltag. Immer neu, alles auf Zeit. Kurz, intensiv und manchmal dann doch ganz normal. Es ist schwer dies zu beschreiben, aber das Gefühl angekommen zu sein hat sich eingestellt. Meine Schleichwege durch die Stadt, die liebsten Cafés, die Menschen die sich nun gefunden haben, meine Playlist für den Weg zur Uni. Alltag im Abenteuer! Tage die so voll sind von kleinen Abenteueren und neuen  Erlebnissen und dann auch Tage die einem normale Rythmus folgen.
Wenn ich also zurückblicke, auf das was nun schon hinter mir liegt, dann stelle ich erstaunt fest wieviel hier schon passiert ist (und von so vielem wisst ihr gar nichts). Ankunft, die erste Woche, die Zeit mit meiner Freudnin S. hier, Krankheit, die neuen Menschen, Sprachkursbeginn, Tinto de Verano, unser Getränk des Sommers, Ausflüge in andere Städte, Salamance, Segovia, Aranjuez, Toledo, Welcomepartys, 100Montaditos-Nächte, Tage im Retiro, Nächte in den Bars. Umzüge, Besuche, Shoppingtouren, Fotomomente, Lachkrämpfe, Unibeginn, Kinobesuche, Angst wegen dem plötzlichen Rauswurf aus der Wohnung, Gewitterstürme in Aussichtstürmen, Geburtstagspartys, Tage zählen bis zum Wiedersehen, IKEAbesuche, Seifenblasenpartys, Mitbewohnerlachen, Tage an denen ich mich allein gefühlt habe, meilenweit entfernt von meiner Heimat und andere Tage an denen ich mich unendlich gefühlt habe. Stark, glücklich, voller sprühender Lebensfreude.
Ich habe so einiges festgestellt und über mich gelernt. Nicht zuletzt wegen dieser ganzen Geschichte mit dem Umzug. Ich habe erkannt, dass ich vor dem Auslandsjahr eigentlich gar keine Angst vor dem vermissen hatte (wie ich ja immer glaubte), sondern, dass meine Angst viel eher daher rührte, dass ich nicht wusste was auf mich zukam.
Ich mag es gerne Sachen einschätzen zu können, zu wissen wohin ich gehöre; wo mein Platz ist. Und als ich erst einmal hier war und mein neues Lebensumfeld kennenlernte, da war auch jegliche Angst weg. Und nun ist das Gefühl wunderbar, dass ich diese Stadt zu einem Teil meines Lebens gemacht habe. Zu einem Ort, an dem ich mich heimisch fühle, obwohl er eigentlich gar nicht meine Heimat ist. Und auch mein neues Zimmer mit Bildern aus dem Prado und dem Thyssen, einer Lichterkette und meinen super bequemen Doppelbett, in das sich meine beiden Mitbewohnerinnen und ich an windigen Novemberabenden kuscheln, gefällt mir unglaublich gut.
Und nun starte ich voller Elan in die kommenden 2-3 Monate. Die Weihnachtszeit liegt vor uns, der erste Schnee fiel schon in Segovia und dann startet mein Auslandssemester auch schon in den Endspurt. Bis dahin bleiben noch ein paar Reisepläne, Sevilla, der Norden Spaniens, Besuche und Silvester in Madrid... ¡Madrid al cielo!

Mittwoch, 20. November 2013

Rezept// Mango Chutney

Dieses Wochenende war mein T. hier in Madrid zu Besuch und jede Minute wurde mit ihm verbracht. Wir fuhren nach Toledo (Post folgt), spazierten durch Madrid und genossen das Beisammensein. Nun ist er schon seit Montag wieder in Deutschland und ich kann euch endlich mit einem neuen Rezept verwöhnen. Mango-Chutney! Eigentlich recht sommerlich (und auch noch im Sommer geshootet, wie man am satten Grün im Hintergrund sieht), aber so ein wenig Sommer in der Küche geht ja eigentlich immer.
Das Rezept habe ich für meine Freundin S. aus Hamburg entworfen. Sie mag es gerne verschiedene Gewürze auszuprobieren und so entstand ein wunderbar fernöstliches und aromatisches Chtuney, dass bei uns ruckzuck weg war. Ich habe das Chutney hier etwas fester gemacht, da es als Brotaufstrich für einen Brunch gedacht war. Wer es etwas weicher und flüssiger mag, der stampft die Mango kleiner und lässt alles etwas weniger reduzieren. Auf jeden Fall kann ich euch versprechen, dass es ein wahres Feuerwerk an Geschmacksrichtungen ist. Süß, würzig, fruchtig, zimtig...einfach gut. Unsere Küche duftete herrlich.



Zutaten:
2 unreife Mango
1 Paprika
200g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
300 Balsamico Bianco
150g Zucker
2 TL Curry
2TL Ingwerpulver
2 TL Cayennepfeffer
1/4TL Zimt 
1 Msp. Kurkuma
Salz/ Pfeffer

Mango schälen und in Würfel schneiden. Dies ist immer ein kleines Unterfangen, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, dann geht es ganz einfach und ihr verzweifelt auch nicht am festen Kern. Folgt einfach dieser Anleitung und ihr habt am Schluss wunderbare Mangowürfel. Zwieblen kleinschneiden und in etwas Öl anschwitzen lassen (nicht bräunen). Knoblach dazupressen. Paprika schälen, Strunk und Kerne entfernen und in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Mango- und Paprikawürfel, sowie Essig, Zucker und Gewürze zugeben. Kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 50 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren damit nichts anbrennt. Wenn die Flüssigkeit reduziert ist, alles nochmal abschmecken Salz und Pfeffer hinzugeben. Solltet ihr die Mangowürfel zu grob geschnitten haben, könnt ihr diese einfach ein wenig zerstampfen, sobald sie weich geworden sind. Das Rezept ergibt ca. 4 Weckgläser Chutney.
Diese Woche bekomme ich in Madrid schon wieder besuch und ich freue mich ganz unglaublich darauf. Meine wunderare Freundin Laura von himbeermarmelade kommt zu mir und wir verbringen nach sechs Monaten der Trennung endlich wieder Zeit miteinander. YAY!

Dienstag, 12. November 2013

Tanzendes Segovia

Wollt ihr wieder mit mir verreisen? Ab in eine andere spanische Stadt? Oder besser gesagt Städtchen. Denn Segovia ist für ein Großstadtmädchen wie ich eines bin und das momentan in einer Hauptstadt mit knapp drei Millionen Einwohnern lebt, wirklich ein kleines ruhiges, pittoresk anzuschauendes Fleckchen. Hier lümmelt die Katze auf den heißen Steinen in der Mittagssonne und tanzen Menschen Tango auf dem sonntäglichen Rathausplatz. Ach ja und es gibt auch noch die Touristen. Viele Touristen! Wahrscheinlich genauso viele wie Segovia Einwohner hat und die stehen alle bewaffnet mit Fotoapperat und Stadtplan vor dem 2000 Jahre alten Aquädukt der Stadt und schlendern durch die engen Gässchen dieser spanischen Villa mit viel Geschichte. Römische Einflüsse, maurische Eroberung und schließlich Isabella. Die große spanische Königin, Symbolfigur der Reconquista, die hier gekrönt wurde. Und auch wir waren mit von der Partie und heute, kanpp vier Wochen später, gibt es ein paar Eindrücke für euch.
Ich zog Anfang Oktober in meine neue Wohnung und sofort verstand ich mich mit meinen beiden Mitbewohnerinnen super. Ich bin so froh die beiden kennengelernt zu haben und die Chemie stimmte sofort. Es war so harmonisch, dass M. und ich (S. konnte leider nicht) nach nur 5 Tagen Kennenlernen beschlossen, gemeinsam wegzufahren. Ab nach Segovia, einer kleinen, historischen Stadt, ca. 1h von Madrid entfernt. Es ist wirklich ein unglaublicher Vorteil, dass es um Madrid herum auch noch so viele andere tolle Städte gibt, die man innerhalb von 30min- 2h gut erreichen kann.
M. und ich schälten uns Sonntag früh aus den Betten, fuhren mit der noch leeren Metro durch die im Halbschlaf liegende Hauptstadt und befanden uns nach einer Fahrt mit dem Zug in Segovia. Oder besser gesagt vor Segovia, denn der Bahnhof liegt etwas außerhalb. Nicht schlimm, denn man genießt erst einmal eine wunderbare Aussicht auf die Berge und die Busse fahren alle paar Minuten in die Innenstadt direkt vor das bekannte Aquädukt.
Wir schlenderten durch die Straßen, tranken einen Kaffe zum wachwerden, beugten uns über unseren Satdtplan und erkoren eine kleine Route aus. Wir bestiegen das Aquädukt und genossen ein weitläufigen Ausblick über ein Meer an roten Ziegeldächern und die Steppe der Berge in der Ferne. Wir kamen an alten Mauern, brüchigen Türen, engen Plätzen und alten Gebäuden vorbei. Mit strahlender Sonne auf dem Kopf und klarer Luft in den Lungen. Immer mit kleinen Aussichten auf die Kathedrahle, deren spitze Türmchen man durch so manche Gassenschlucht erblicken konnte.
Auf dem Rathausplatz wurden wir dann Zeugen meines Highlights für diesen Tag. Mitten auf dem Platz um einen kleinen französischen Pavillion herum tanzten die Menschen Tango. Laute, melancholiegeladene Musik schwebte über das Kopfsteinpflaster und die Menschen drehten sich mit komplizierten Fußbewegungen um den Pavillion. Mitmachen konnte jeder und dies ist wohl ein alltägliches sonntägliches Ereignis für die Bewohner der Stadt. Manche Tänzer waren herrvorragend, versanken vollkommen im Tanz und der Musik, drängten sich sehnsüchtig an ihren schwitzenden Tanzpartner und vergaßen die Umstehenden. Andere waren unbeholfener, konnten noch nicht die komplizierten Fußbewegungen und Schrittfolgen nachmachen und freuten sich einfach über den gemeinsamen Tanz. Ich fand das alles so wunderschön und beobachtete verliebt wie sich alte Paare, junge Verliebte und tanzbegeisterte Männer zusammentaten. Es war ein wundervolles Bild.
Und damit auch die Kultur nicht zu kurz kam, besichtigten wir sowohl die Kathedrale mit ihrer Abtei, als auch die alte Burg Alcázar. Wir wanderten durch die alten Gemäuer, ließen uns den Wind auf den Türmen um den Kopf wehen und folgten den Straßen durch das Judenviertel. Stellenweise überströmten einen die Touristen und dann, ganz unverhofft, befand man sich in einer ruhigen Seitengasse mit der brühmt berüchtigten Katze, die in der Nachmittagssonne döst.
Segovia gefiel mir wirklich gut. Zu klein um darin leben oder studieren zu wollen, aber für einen Städtetrip perfekt. So spanisch und voller Geschichte. Ich glaube, dass diese Stadt auch nachts nochmal ihren ganz eigenen wundervollen Charme hat. Mit all den alten Sehenswürdigkeiten, die in traumhaftes Licht getaucht werden und den alten Laternen die dann die Gässchen erhellen.
Eure Coco

Freitag, 8. November 2013

DIY// Adventskalender

Wir stehen Anfang November und schon wirft der Dezember seine Schatten vorraus. Und damit auch die Adventszeit.
T. bekommt jedes Jahr von mir einen Adventskalender. Manchmal teilen wir ihn uns, manchmal ist er komplett sein eigener. Nun bin ich allerdings nicht bei ihm, wir werden nicht zusammen die Adventszeit verbringen und das schmerzt. Damit er aber nicht noch mehr leiden und auf seinen Adventskalender verzichten muss, habe ich vorgesorgt! Jaja, Planung ist alles. Und so beschäftigte ich mich schon im Sommer mit einem Adventskalender, bei warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Die Liebe lässt einen so manch verrückte Tat vollbringen...
Dieses Mal wollte ich etwas Neues probieren und ich wollte die altbekannten Adventskalenderpfade verlassen. Weihnachtszeit ist die Zeit der Liebe, wie man ja so schön kitschig sagt. Man drückt seine Liebe durch Geschenke oder kleine Naschereien aus, aber die Weihnachtszeit ist nun eh schon eine Zeit voll von Köstlichkeiten und kulinarischen Verführungen, sodass ich mich dieses Mal anders mitteilen wollte.
Ich kann T. momentan leider nicht jeden Tag sehen, aber ich kann ihm trotzdem nahe sein. Und zwar durch den Adventskalender (und Telefon, und Skype, und SMS und Briefe!). Ihr versteht noch nicht ganz? Nichts leichter als das, denn mein Adventskalender für T. beinhaltet in diesem Jahr nichts anderes als 24 zuckersüße aber kalorienarme Liebeserklärungen. 

Ein Adventskalender so einfach, liebevoll und so persönlich. Man muss sich nicht immer in Umkosten stürzen um Menschen eine Freude zu machen. Ich habe die kleinen Liebesbotschaften in eine Art Rubbellos verwandelt, sodass er jeden Tag eine neue Liebeserkärung aufrubbeln kann. Dieser Adventskalender ist ein Seelenstreichler, ein Honig-um-den-Mund-Schmierer und ein Komplimentemacher. Und wie ich diesen gemacht habe, zeige ich euch nun.
Ihr braucht
ein Laptop um eine Vorlage zu erstellen
einen Druckergeschäft um ein Poster ausdrucken zu lassen
weiße Pappe
Cutter
Spüli
Acrylfarbe (silber)
Pinsel
schwarzer Stift
durchsichtiges Klebeband

1. Erstellt eine Poster mit den kleinen Komplimenten und Liebesbotschaften. Schreibt euch genau auf, wo welche Zahl ist und lasst dies dann in Postergröße auf ein glattes Papier ausdrucken. Schön ist es wenn ihr unterschiedliche Schriftarten verwendet und ich habe oben noch "Ich liebe dich, weil..." zugefügt.

2. Klebt dann das ausgedruckte Poster auf eine stabile Pappe und schneidet überstehende Stellen ab.

3. Nun klebt ihr durchsichtigen Tesafilm über eure Liebesbotschaften. Ich habe dafür extra breites Klebeband genommen und diesen genau auf die Größe der Botschaften abgestimmt. Mischt Acrylfarbe (am besten Silber) mit Spüli und bestreicht damit gleichmäßig euren Tesafilm. Man braucht mehrere Schichten, damit wrklich alles vollkommen blickdicht ist. Tragt eine Schicht auf, lasst diese gut trocknen und tragt dann erst die nächste auf. Fertig ist die Beschichtig fürs Freirubblen.

4. Beschriftet eure nun verdeckten Liebesbotschaften mit Zahlen. Fügt einen Gegenstand zum Aufrubbeln bei (z.B. ein Geldstück) und fertig seid ihr.
Euer Adventskalender muss nicht kitschig sein, nicht triefen vor Romantik, sondern er soll ehrlich sein. Ich habe mich hingesetzt habe oben auf mein Blatt "Ich liebe T. weil..." geschrieben und das Blatt füllte sich innerhalb von Minuten. Blitzschnell. Charaktereigenschaften von T. die ich schätze, Eigenheiten die ihn auszeichnen und kleine Macken die ich liebe, all das schrieb ich auf.
Manche Notizen sind ganz ernsthaft, andere mit einem Augenzwinkern. Ich liebe T. zum Beispiel weil er immer meine Socken klaut und dann ganz ungeniert immer mit rosa Pünktchensocken herumläuft (das steht nicht in seinem Kalender, er soll ja noch überrascht werden). Ihr seht, ich habe versucht Sachen zu finden die lustig sind und ihn auszeichnen. Eigenheiten die mir auffallen, die er vielleicht gar nicht bemerkt, die ihn aber so unvorstellbar wundervoll für mich machen. Jeden Tag darf er eine neue Erklärung aufrubbeln und sich geschmeichelt fühlen.
Ich denke diese Art von Adventskalender ist eine schöne Abwechslung. Und ganz ehrlich, wer würde sich nicht über 24 ernstgemeinte und aufrichtige Komplimente freuen, die einem sagen, wie toll man ist?!
Macht mehr Komplimente! Eurem Freund, der besten Freundin, die immer für einen da ist oder eurer Mama, die euch trotz der Pubertät noch liebt. Es ist Weihnachtszeit, die Zeit der Liebe und da sind 24 Liebesbotschaften die perfekte Ergänzung. Ganz ohne Geld, nur mit eurem Herz!

Eure Coco
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