Freitag, 28. September 2012

Follow me Around III

Ihr Lieben, es ist mal wieder soweit, es gibt ein neues "Follow me around". Ich bekam schon eine sehnsüchtige Mail, wann denn mal wieder ein Post dazu kommen würde. Nun hier ist er, der Post zum August musste aufgrund der Reisen leider ausfallen, aber ich glaube ich habe euch auch so ganz gut mit Bildern und Texten aus diesen Tagen versorgt. Heute folgt nun der September-"Follow me around"-Post. Eine Woche lang, vom Freitag den 21.9. bis zum Donnerstag den 27.9. hatte ich die Kamera immer dabei und habe dokumentiert was ich diese Woche so erlebt habe.
Ich fand es war eine schöne Woche mit Höhen und eigentlich keinen Tiefen. Ich habe die wundervollsten Stunden mit meinen Freundinnen verbracht, es gab für mich eine kulinarische Premiere, bürokratische Klippen und einige verpennte Morgende. Schaut selbst was diese Woche passiert ist...


Am Abend zuvor einen Besuch der Ruhr Triennale, da fällt frühes aufstehen besonders schwer. Vor allem für Arztbesuche. Zeitschriften lesen im Wartezimmer um 9Uhr morgens. Zu Hause endlich den Koffer von Florenz auspacken. Der Urlaub ist somit nun wirklich vorbei. Deswegen gegen Mittag direkt den Post über Florenz erstellen. Fertig machen fürs Feiern mit Freunden. Eine laute, tanzreiche Nacht genießen, mit den wundervollsten Freunden. Disko mit flackernden Lichtern, Lachen, lauten Bässen, Singen, Flimm und Tanzen. Um halb vier Uhr morgens schließlich fröhlich nach Hause tänzeln.


Schlimmer Kater. Frühstück besteht aus Kopfschmerztabletten und Wasser. Unseren alten Freund Rufus das Eichhörnchen begrüßen und mich wieder etwas mehr in ihn verlieben. Brot backen und den Hefegeruch in der Wohnung genießen. Urlaubsfilm zu ende schneiden und das letzt Mal gedanklich nach Madrid reisen. Endlich den Lomokinofilm sichten, den ich vor vier Monaten zur Entwicklung gab. Analoges filmen ist so schön! Zum Abend einen entspannten DVD Abend. Der Katertag ist überstanden.


Typischer Sonntag. Langes Ausschlafen und fertig machen. Zum ersten Mal die neue Mütze aufziehen, denn der Herbstwind weht. Besuch zu Hause bei der Mama und eine schöne Hausnummer in der Straße finden, die nicht die eigene ist. In der Straßenbahn Zeit Campus lesen. Spaziergang im Park, mit goldener Herbstsonne im Rücken und die erste Kastanie dieses Jahres finden. Klassischer Sonntagabend- Ausklang. Tatort mit neuem Team und danach The Royal Tenenbaums auf zdf neo finden und lauthals lachen.


Frühes Aufstehen und ich fühle mich voller Elan. Wahl des heutigen Parfums fällt auf einen leichten und frischen Duft, passt somit perfekt zum Tag. Aufräumen und putzen. Anschließend eine saubere Wohnung genießen und dem Regen zuhören, der auf das Fensterbrett trommelt. An der Hausarbeit schreiben, mit Anna Ternheim im Ohr, sich immer wieder ablenken lassen und zur Belohnung etwas Sckokolade essen. Es fehlen noch zu viele Seiten. Abschließend einen entspannten Sofaabend genießen mit Kuschelsocken und der Lieblingsdecke.


Einkuscheln in das warme Bett und noch nicht ans aufstehen denken. Dazu ein neues Buch und der Morgen ist perfekt. Duschen, danach ein paar Kleidungstücke reparieren und Knöpfe annähen. Später geschützt vom kuscheligen schottischen Schal zu Freundinnen fahren. Zusammen machen wir Sushi, für mich eine Premiere. Am Ende haben wir einen Berg an Sushi! Herstellung macht unglaublichen Spaß, essen ist nicht so meins. Viele Flaschen Wein, Stunden die im Flug vergehen, lange Gespräche, eine morgendliche Heimfahrt und das schöne Gefühl, dass ich unglaublich tolle Freundinnen habe!


Schlafen bis mittags und das schreckliche Gefühl, dass der halbe Tag schon um ist. Ein heißer Tee als Kontrast zum Wind vor meinem Fenster. Kaiserschmarrn Post vorbereiten, fotografieren und später sich eine kleine Postion gönnen. Soo lecker! Wieder etwas für die Hausarbeit arbeiten, doch es fehlt noch zu viel! Gegen Nachmittag einkaufen gehen und dabei die gemütlichsten Stiefel der Welt tragen. Herbstliebe! Abends Nudeln mit vegetarischer Soße essen. Gehen blitzschnell und sind lecker. 


Frühes Aufstehen. Zur Uni fahren und Bürokratie für das Bafög-Amt erledigen. Dauert um die zwei Stunden und ich hasse es! Danach zur Bibliothek und neue Forschungsliteratur ausleihen. Gegen Mittag Treffen mit der Freundin in der Stadt und etwas bummeln. Obligatorisches Staunen vorm Fenster von "Madame Miammiam" und Entdecken der schönsten Herbstmäntel. Leider viel zu teuer für arme Studenten. Zur Belohnung die heißgeliebten Törtchen bei "TörtchenTörtchen" genießen. Wir sind in einem Mädchentraum und versinken in Gesprächen. Die Zeit vergeht viel zu schnell! Den letzten Lavendel des Jahres gefunden und daran entzückt gerochen. Zum Abendessen dann Apfelpfannekuchen. Ein echt leckerer Tag!

Ich hoffe es hat euch auch diese Woche wieder interessiert, was so passiert ist. Für mich heißt es jetzt wieder zur Bibliothek gehen, durch Regalreihen streifen, neue Bücher ausleihen, mich in die deutschen Partikel vergaben und hoffentlich bis Sonntagabend eine fertige Hausarbeit vorweisen. Ein wunderbares Wochenende!
Liebste Grüße, Coco

Mittwoch, 26. September 2012

Rezept// Kaiserschmarrn

Ich liebe Hausmannskost. Klare, simple Gerichte, die gut schmecken und einem das Gefühl von Geborgenheit geben. Ob Essen einem wirklich das Gefühl von Geborgenheit geben kann weiß ich natürlich nicht, aber es gibt manche Köstlichkeiten, die sind für mich nicht nur lecker, sondern lassen es mir zusätzlich noch warm ums Herz werden. Pizza von meiner Oma, Eintopf von meiner Mutter, Sauerbraten im Herbst und der Kaiserschmarrn.
Kaiserschmarrn verbinde ich mit unseren Skiurlauben. Die süße Köstlichkeit die ich mir auf urigen Hütten bestellte, wenn man fröstelnd und etwas erschöpft von den zahlreichen Abfahrten, nach einer Auszeit suchte. Meistens waren diese Hütten immer sehr gemütlich. Sie hatten Namen wir Hörnlihütte oder Dachberghütterl. Sie hatten schöne karierte Vorhänge vor den kleinen Fenstern und waren immer so warm, dass einem ganz schläfrig und wohlig wurde.
Für mich ist Kaiserschmarn somit jedes mal wie ein Hüttenbesuch- mit dicken Skischuhen an den Füßen und weißem Puderzucker über dem süßen Teig. Natürlich kann man ihn nicht nur im Winter in Skihütten essen, sondern das ganze Jahr über genießen. Allerdings ist er sehr mächtig und sättigend. Für mich beginnt die Schmarrnzeit, sobald die ersten Blätter fallen und das ist nun der Fall. Da mag ich Essen, dass das gemütliche Gefühl daheim noch verstärkt und der Kaiserschmarrn hilft dabei ungemein.
Ihr braucht:
30g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
4 Eier
1 EL Rum
380ml Milch
130g Mehl
Butter
Puderzucker

Eier trennen und Eigelb mit Rum, Vanillezucker, Zucker und etwas Salz verrühren. Mehl und Milch abwechselnd dazugeben. Der Teig scheint nun etwas dünn, aber keine Sorge. Nun Eiweiß aufschlagen und Eischnee unter den Teig heben. Dann den Teig knapp 40min. quellen lassen und anschließend in einer beschichteten Pfanne mit der zerlassenen Butter ausbacken. Der Teig reicht für zwei große Pfannen. Den Kuchen in Stückchen zerrupfen, ein bisschen Butter zerlassen ein paar TL Zucker hinzufügen und den Schmarrn darin karamellisieren lassen. Das ist wirklich nichts für Kalorienzähler.
Ich esse ihn am liebsten mit Apfelmus. Soooo gut! Es gibt aber auch zahlreiche Abwandlungen davon z.B. mit Mandeln oder Kirschen. Wer keine Rosinen mag, kann diese auch weglassen, aber ich denke ein paar gehören da einfach hinein, oder was sagen die Österreicher dazu? 
Liebste Grüße, Coco

Sonntag, 23. September 2012

Video- A Summer Adventure

Könnt ihr sie überhaupt noch lesen, die Reiseberichte? Heute schließen wir ab mit den Sommerreisen und so nehme ich euch ein letztes mal wieder mit zurück in meinen Spanienurlaub. Ich muss sagen, dass ich mich auf diesen Post schon den gesamten Sommer am meisten gefreut habe. Denn dieses mal nehme ich euch nämlich nicht nur in Photographien mit, sondern auch in bewegten Bildern...
Von Valencia aus ging es noch einmal für ein paar Tage nach Madrid zurück. Und es fühlte sich an, als würden wir nach Hause zurückkehren. Abends wandelten wir wieder durch die bekannten Straßen, gingen an unseren Lieblingslokalen vorbei und genossen den Trubel der Menschen.
Es folgten drei weitere Tage in denen wir den Palast besichtigten, eine Nachttour durch die beleuchteten Straßen machten, in die royalen Gärten gingen und ein letztes Mal unsere Lieblingsplätze besichtigten. Wir verließen Madrid mit Wehmut, zum bersten gefüllten Speicherkarten und der Sonne im Herzen. Wir flogen hoch in die Abendsonne, sahen auf unserem Zwischenstop noch den Eifelturm und Notre Dame und landeten nachts am beleuchteten Flughafen von Köln. Es war so windig, es war so kalt und der Kontrast zwischen dem Land, das wir vor ein paar Stunden verließen und dem das wir gerade wieder betreten hatten, hätte nicht größer sein können.
Diese Reise war für mich so wichtig, ich musste sie unbedingt machen und ich habe dabei wieder mehr über mich selber erfahren. Es ist schon verwunderlich, dass man manchmal auf Reisen und vernab von der Heimat mehr zu sich findet, als dass man es zu Hause schafft.
Man kann in sich hineinhören, sich neuen Situationen aussetzten und schlussendlich vielleicht verstehen warum man so und nicht anders handelt. Dies war auch auf dieser Reise der Fall und deswegen wird sie immer eine wichtige und schöne Erinnerung sein und bleiben.
Es ist für mich ganz klar, dass Reisen uns öffnen, uns klüger machen und Vorurteile verhindern. Die Neugier und der Spaß an neuen Kulturen, anderen Sitten und neuen Traditionen lässt uns offen und mutig werden. Mark Twains Zitat "Travel is fatal to prejudice, bigotry, and narrow-mindedness" stimmt deswegen für mich in jedem Wort!
Und so plane ich auch schon jetzt unsere nächsten Urlaube. Eine Skandinavien Reise, Marokko, Paris, Krakau, Burma- es steht noch so viel auf meiner Wunschliste, dass ich wahrscheinlich zwei Leben bräuchte und drei mal soviel Geld. Also reise ich wahrscheinlich den Rest des Jahres nur gedanklich. Und wenn mich doch noch das Fernweh packt, welches bestimmt bald kommen wird, wenn ich an kalten Wintermorgenden zur Uni radle, dann werde ich mir diesen Film anschauen und noch einmal in die Wärme der spanischen Sonnen hineintauchen.

Ich wünsche euch viel Spaß!

Musik: The Naked and the Famous- Young Blood
Tegan and Sara- Back in your Head
Kamera: Coco/ Tobias
Schnitt: Coco

Freitag, 21. September 2012

Florenz- ein toskanischer Traum

Diese Woche bin ich aus der Toskana, dem malerischen Florenz zurückgekehrt und natürlich möchte ich euch meine Eindrücke nicht vorenthalten. Was war das für eine wunderschöne Stadt! So alt, so historisch, so viel Geschichte! Für vier Tage tauchte ich ab in italienische Stimmung, toskanisches Licht und florentinische Gässchen.
Jeder sollte in seinem Leben mindestens einmal diese Stadt erlebt haben. Über HouseTrip Deutschland könnt ihr beispielsweise schon einmal für den nächsten Urlaub planen. Denn www.housetrip.de bietet wunderschöne Unterkünfte in europäischen Metropolen an und lässt so einen das Fernweh noch mehr spüren.

Und obwohl ich noch nie in Florenz war, hat diese Stadt doch schon eine kleine Rolle in meinem Leben gespielt.
Ein Film den ich stark mit meiner Kindheit verbinde ist "Zimmer mit Ausicht". Meine Mutter liebte den Film und ich drufte ihn oft an Sonntagen mit großen Kinderaugen ansehen. Damals mochte ich ihn noch vornehmlich wegen der Kleider, doch jetzt fand ich es schön an den gleichen Plätzen wie Helena Bonham Carter im Film zu stehen. Die gleiche toskanische Sonne zu spüren, auf ein Meer an roten Ziegeldächern herbazublicken, die riesige Kuppel der Santa Maria del Fiore zu bestaunen und in Santa Croche vor Michelangelos Grab zu stehen. 
Noch eine weitere Verbindung zu Florenz ist kleine Italienreise die meine Oma meiner Mutter nach ihrem Abitur schenkte. Die beiden fuhren mit dem Auto los. Ihr Weg führte sie auch nach Florenz und meine Mama verliebte sich in die Stadt. Noch heute sind die Geschichten dieser Reise ein wiederkehrendes Moment bei jedem Familienessen. Nun etwa dreißig Jahre später, machte meine Mutter mit mir eine ähnliche Reise. So wiederholt sich die Geschichte. Wieder Mutter und Tochter. Wieder die gleiche Stadt. Ich finde das ist ein sehr schönes Ritual und deswegen ist dies auch eines meiner Lieblingsbilder.
Florenz ist wirklich wunderbar mit den alten Palazzi, der Kunst und der Lage in der malerischen Hügellandschaft. Die Stadt wirkt erhaben und irgendwie adlig. Ich hatte den Eindruck als würden heute noch die Medici auf dem holprigen Kopfsteinplaster wandeln und der Stadt zu Reichtum und Ansehen verhelfen. Es ist als würde man noch die Absätze alter Schuhe klappern hören, alles wirkte so nah und greifbar- Macht, Familienkämpfe und Einfluss. Die Stadt ist nicht von Hochhäusern oder modernen Bauten durchzogen, zumindest nicht der Kern, sodass man stundenlang gehen kann ohne auch nur ein modernes Haus zu sehen. Man kann sich so vollkommen in eine andere Zeit denken und ein wunderbares Gefühl für die historische Stadt entwickeln.
Florenz begrüßte uns zuerst mit viel Wind, lies unser Flugzeug ruckeln, wehte mir die Haare ums Gesicht und trieb die Wolken am Himmel voran. Doch dann kam die Sonne, freundlich und leuchtend brachte sie die ganze italienische Schönheit der Stadt zum Vorschein und beschenkte uns mit dem wärmsten Spätsommergefühl. Frische Luft, warme Sonne die auf den Arno schien, die bunten Farben der Häuserfassanden und die grün-bläulichen Farbabstufungen der Hügellandschaft die sich seitlich von Florenz entlangzieht. Man kann gut verstehen warum Florenz und seine Umgebung in der Malerei oft so authentisch wiedergegeben wurde.
Abends boten sich die schönsten Lichtschauspiele am Himmel und von der Piazza de Michelangelo hatten wir, mit Gitarrenmusik im Hintergrund und den goldenen Sonnenstrahlen auf dem Haar, einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und die Boboligärten.
Es schlängelten sich Motoroller durch den halsbrecherischen Verkehr, die gut angezogenen Geschäftleute standen im hellen Sonnenlicht, braune Ledertaschen hingen über ihren Schultern und in jeder noch so kleinen Lokalität stand eine große silberblinkende Espressomaschine. Der Espresso an der Theke gehörte genauso dazu wie das unglaublich süße Gebäck. Es war durch und durch eine wirklich leckere Zeit, man kann es nicht anders sagen, denn die italienische Küche ist voll von Köstlichkeiten die einen direkt in den Himmel bringen. Ich aß die weltbesten selbstgamchten Chitarra Spaghetti und ungewöhnliche Eiskreationen.
Unser Programm war straff, wir besuchten die Uffizien, den Palazzo Pitti, Palazzo Vecchio (die alten Häuser der Medici), Santa Croche, Santa Maria Novella, die Brancacci Kapelle, die Kathedrahle, Ponte Veccio und vieles mehr. Florenz beherbgt eine solche Fülle an Kultur, dass man kaum lang genug bleiben kann um alles zu sehen. Immerhin sahen wir doch genug, sodass unsere Köpfe am Abreisetag gefüllt waren mit Kunst und Kultur. Die Tage vergingen schnell, doch die Zeit die wir hatten wirkte lang. So wie es immer ist wenn man viel unternimmt und sich dann ein Tag anfühlt wie eine halbe Woche. Ich fand es so schön, diese Reise mit meiner klugen und gewandten Mama zu erleben und empfand es als eine ganz wunderschöne Erinnerung.
Am Sonntag werden wir auch die Spanienreise mit einem Post abschließen, auf den ich mich schon sehr freue! Und da es nun draußen wirklich herbstlich wird und ich heute morgen meinen eigen Atem in der kalten Luft sehen konnte, werde ich mich jetzt auch mental auf den Herbst einstimmen.

Noch in eigener Sache ist hinzuzufügen, dass die liebe Ronja mich auf ihrem Blog vorgestellt hat. Sie schreibt über Rezepte, ihren Alltag und ihre tollen Reisen. Wen also noch nicht das fernweh gepackt hat, der sollte mal auf ihrem Blog vorbeischauen. 
Liebste Grüße, Coco

Dienstag, 18. September 2012

Rezept// Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen

Seit gestern bin ich aus der Toskana zurück und es war mal wieder eine wunderschöne Reise. Anstrengend und lecker, aber dazu in einem eigenen Post mehr. Wie ihr sicherlich bemekrt habt, war (trotz meiner Ankündigung) die Tage meiner Abwesenheit hier nicht viel los, es gab leider ein Problem mit dem Internet und so konnte ich Posts nicht online stellen. Deswegen gibt es heute das vorhergesehene Rezept.
Des Weiteren gab es in den letzten Tagen bei Magnoliaelectirc einen Gastpost von mir und ich freue mich über alle die hier neu hinzugestoßen sind. Ich habe mich über die lieben Kommentare gefreut, die ihr hier und dort hinterlassen habt.
Aber es geht noch weiter. Heute gibt es auch mein erstes Bloginterview auf dem wunderschönen Blog Übersee- Mädchen von Isabelle. Sie ist eine ganze wundervolle Person und so ist auch ihr Blog, ich war sehr aufgeregt, dass sie mich befragen wollte und ich hätte ja noch so viel mehr zu erzählen können. Es hat mir viel Spaß gemacht, Danke Isabelle!
Ich würde mich sehr freuen würdet ihr hineinschauen, denn ihr erfahrt mehr über mich, den Blog und meine Gedanken dazu.
Jetzt aber zum Rezept: Es wird herbstlicher, man merkt es. Ich persönlich führe eine ganz intensive Liebesbeziehung zum Herbst, die Luft wirkt frischer, alles riecht erdiger und der Gemütlichkeitsfaktor steigt ins Unendliche. Im Herbst kann man ordentlich durchatmen und auch ohne schlechtes Gewissen sich abends in die weichen Kissen des Sofas kuscheln.
Doch auch die Küche hat im Herbst einiges zu bieten. Äpfel, Kürbisse, Pilze- es ist so gut. Im Herbst liebe ich Suppe, denn warme deftige Eintöpfe sind nach einem frischen Herbstspaziergang einfach eine Offenbarung.
Deswegen gibt es für euch heute ein Rezept für eine Kartoffelsuppe, die so schmeckt wie eine Kartoffelsuppe nunmal schmecken sollte. Kräftig, würzig, sämig und vorallem unglaublich lecker! Ich bereite die Suppe gerne mit Pfifferlingen (Eierschwammerln) zu, aber auch ganz klassisch mit ein paar Würstchen ist sie gut.
Ihr braucht:
1200kg Kartoffeln
2 Stangen Lauch
2 Möhren
250g Crème fraîche
1 Topf Kresse
400g Pfifferlinge
5 EL Butter
1200ml Gemüsebrühe
Salz/ Pfeffer

Die Kartoffeln, Lauch und Möhren waschen, schälen und würfeln. Alles in 3 EL Butter andünsten und schließlich mit 1200ml Brühe ablöschen. Als Faustregel gilt, ca. soviel Brühe wie Kartoffeln. Alles etwa 20min köcheln lassen. Pfifferlinge mit Mehl bestäuben und damit Dreck abschütteln, dann alles schnell aber gründlich mit Wasser abbrausen. Die Pfifferlinge keinesfalls in Wasser putzen, da die Pilze sonst ausschwämmen. Die Pfifferlinge für ca. 9min in 2 EL Butter anbraten. Die Hälfte der Kresse in die Suppe geben, Crème fraîche einrühren und alles pürieren. 
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Suppe mit den Pfifferlingen und dem Rest Kresse servieren.
Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Rezept, das äußerlich und innerlich wärmt. 
Liebste Grüße, Coco

Dienstag, 11. September 2012

Von Valencias Stadt und Strand

Heute reisen wir zusammen nach Valencia. Diesen Post wollte ich eigentlich schon bis Sonntag fertig haben, doch dann musste der letzte Sommertag des Jahres im Freibad und mit Pflaumenkuchen genossen werden. Valencia war für mich eine "Tabula rasa", ich wusste wo es lag, ich wusste das es Meer und Stadt zugleich versprach und es einst in maurischer Hand lag.
Doch von der Stimmung und von Aussehen der Stadt hatte ich keine Ahnung. Wir machten uns früh morgens in Madrid auf den Weg, um eine Uhrzeit in der die Stadt noch schläft und nur die Kehrmaschinen sich ihren Weg durch die Straßen bahnen. Ab und zu traf man schon einen geschäftigen Ladenbesitzer der das Putzwasser in einem großen Schwung auf die Straße warf über die gerade noch unser Koffer geklappert war. Wir gingen am Busbahnhof an der großen Anzeigetafel, an der im Minutentakt die neuen Ankunftszeiten herunterklapperten, vorbei und stiegen in unseren Bus der uns nach Valencia bringen sollte.
Wir fuhren an der von  Sonne ausgezehrten Sonnenblumenfeldern und an steppenartigen Tälern vorbei, bis uns unser erste Weg in Valencia direkt nach Ankunft zum Meer führte. Ich liebe das Meer, auch wenn ich die Nordsee lieber mag, mir gefällt das Raue und die Lebendigkeit darin.
Das Rauschen der Wellen, die Schreie von Kinder, der Wind der einem leise ins Ohr flüstert und die Haare tanzen lässt. Es wird mit der Zeit zu einer Melodie die entspannt und einen träumen lässt. Die ersten Stunden am Meer waren wunderbar und ich schwamm hinaus in das von kleinen Wellen gesäumte Meer bis meine Zehenspitzen den letzten Halt verloren und ich auf den Wellen getragen wurde. Die Sonne ließ die gelbe Bluse an den noch meergetränkten Schultern kleben während der sich der Strand zu Abend leerte. 

Unsere Unterkunft war ein Zimmer in einer Wohnung die an Erasmusstudenten vermietet wird, aber während der Semesterferien zur Verfügung stand. Wir zahlten nicht viel und hatten die Wohnung für uns alleine. Am nächsten Tag war der Plan schnell gefasst, es ging wieder an den Strand, der Kontrast zum Städtetrip war zu schön und half die Eindrücke zu ordnen. Es wurde Eis gegessen, viel gelesen und noch mehr geschwommen. Während ich mich in der idyllischen französischen Kleinstadtbeschreibung von Jocelyne verlor, graben sich meine Zehen immer tiefer in den warmen Sand. Ab diesem Moment waren wir wirklich angekommen, viele Erlebnisse lagen schon hinter uns und noch eine wunderbare Zeit vor uns. Der Genuss der Mitte der Reise in der das Ende noch so weit entfernt liegt und der Alltag nur noch Erinnerung ist. 
Am Tag darauf besuchten wir Valencias Altstadt. Überall spürt man die Geschichte und die Entwicklung die diese Stadt erfahren hat. Sie ist durch und durch Spanisch, ich kann es nicht anders beschreiben. Doch auch maurische Einflüsse sind noch zu finden, man merkt es im Aufbau der Stadt und den kleinen Gassen die sich wie Verästelungen durch sie ziehen. Auch hier erfuhren wir die Stadt wieder indem wir uns einfach Treiben ließen. Wir schlenderten durch die traumhaften Markthallen Valencias in denen uns Rufe, Stimmengewirr und der Geruch von salzigen Schinken und süßen Obst begrüßte. Wir standen unter der mit floralen Mustern verzierten Kuppel und tranken Melonensaft, gingen an noch nicht reifen Mandarinenbäumen vorbei, zur Kathedrale hin und tauchten von sonnendurchfluteten Plätzen in dunklere Gassen. 
Valencias Altstadt ist wirklich unglaublich schön, überall reihen sich Olivenbäume an Zitrusfrüchte und sie strahlt eine unglaublich Gelassenheit aus. Nicht selten begegnet man Menschen die einfach barfuß über das Kopfsteinpflaster liefen.
Am Tag darauf passierte dann das Unerwartete: Es war schlechtes Wetter! Im August in Valencia hatten wir damit nicht gerechnet, aber schon morgens schoben sich dicke graue Wolken über das Blau des Himmels und der Wind wehte stärker. Nach einem weiteren Tag in der Stadt besuchten wir gegen Nachmittag das moderne Valencia und nahmen das Museo de las ciencias unter die Lupe. Dieser Komplex ist wirklich beeindruckend und wirkt sehr futuristisch. Die Perspektiven und Architektur sind interessant und man kann immer neue Blickwinkel austesten. 
Abschließend gingen wir zum Hafen und wir fühlten uns schlagartig wie auf dem Deich an der Nordsee. Der Himmel war nun absolut grau und als wir zu Strand gingen, schlug uns der Wind den Sand wie kleine Pistolengeschosse gegen die Beine. Die Wellen schlugen hoch und der Strand war bis auf wenige Hartgesottene wie leergefegt. Wir flüchteten in eines der Strandcafés und kuschelten uns in die Stühle während wir dem Unwetter draußen zusahen, später am Abend gewitterte es.
Der letzte Tag machte uns dann den Abschied schwer, denn die Sonne schien wieder am wolkenlosen Himmel, während sich die Palmen im leichten Wind wiegten. Ein letztes Mal ging es zum Strand, über dessen Promenade der Duft von Salz, Parfum und heißer Grillkohle wehte. Verkäufer legten ganze Maiskolben in die knisternde Glut die knackende Funken aussprühte, welche anschließen in der Luft  verzischten. Röstaromen, dunkel und voll, vermischten sich mit dem Salzwind des Meeres. Nach fünf Tagen verließen wir gegen Abend Valencia wieder, ließen die sandfarbenen Gebäude und das Meer hinter uns, fuhren zurück an den Sonnenblumenfeldern um unsere letzten Tage in Madrid zu genießen. 
Ich bekomme bei den Bildern wieder Reiselust und deswegen wird es mich diese Woche auch nochmal in die Ferne führen. Ich werde am Donnerstag für einige Tage nach Florenz fliegen und noch ein wenig Spätsommer genießen. Pizza, Uffizien, Boboli Gärten und die Wärme der Toskana. Ich bin schon ganz kribbelig im Bauch. Für euch geht es hier aber wie gewohnt weiter und am Sonntag schließen wir dann auch die Spanienreise ab. 
Liebste Grüße, Coco

Freitag, 7. September 2012

De Madrid al cielo

Ihr Lieben, ich bin wieder zurück aus Spanien. Mit frischer Bräune, tausend wunderschönen Erinnerungen, neuen Lachfalten und viel Fernweh im Gepäck. Die Reise war ein Traum und wird für mich immer zu einer der schönsten meines Lebens gehören. Sie war genauso wie Reisen sein sollten, voll von neuen Entdeckungen, ruhigen Momenten voller Weite und Ruhe, lauten Nächten mit Lichtern und Lärm, Neugier, Lachen und schwerelosen Gedanken. 
Die letzten Tage hatte uns dann der Reiseblues gepackt, wieder hier in Deutschland wollten wir eigentlich nur eines: wieder zurück. Nur langsam gewöhnen wir uns gerade wieder an das zu-Hause-sein. Deswegen gibt es auch erst heute ein Lebenszeichen von mir, ich hoffe ihr versteht, dass ich etwas Zeit brauchte um Erinnerungen, Gefühle und Fotos zu ordnen. 
Nun liegt die Kleidung wieder sauber gefaltet und waschmittelduftened im Schrank, die Koffer sind verstaut und unsere Reiseführer wurden wieder in das Regal eingeräumt, sodass ich langsam anfange, mich wieder auf den Alltag einzustellen. Meine Worte werden niemals das wiedergeben können, was diese Reise für mich bedeutet hat, welches Gefühl ich damit verbinde und wie aufregend ich sie fand. 
Der Urlaub begann schon wunderbar und für mich ist jede Minute kostbar auf ihre eigene schöne Weise. Die Landung in Madrid im hellen Mittagslicht und der Hitzeschlag der uns traf als wir auf das Rollfeld traten, wie wir uns mit unserem Gepäck in den ersten Minuten in der Metro verirrten und schließlich doch ganz sicher unsere ersten Schiritte raus aus dem dunkeln U-Bahntunnel auf die belebte Puerta del Sol machten. Überall klapperten Absätze, tummelten sich Menschen und das Spanische wirbelte uns um die Ohren. 
Madrid ist eine Stadt in die ich mich so verliebt habe! Sie ist so dynamisch und doch in sich ruhend, modern und alt zugleich, prunkvoll und doch leicht, unkompliziert und offen. Ich könnte Zeile um Zeile so weiter schreiben, denn Madrid ist unglaublich!
Die Schönheit dieser Stadt riss uns von den Füßen, eine Stadt so leuchtend weiß, dass sie einen fast blendet und selbst nachts funkelt sie wie ein Kristall. Prunk und Pracht blinzeln einem aus jeder Seitenstraße entgegen. Man kann sich in den kleinen Gassen verlieren oder auf den großen Hauptstraßen flanieren. Und obwohl diese Stadt groß ist und unglaublich viel bietet wirkt sie nie zu anonym und überfordernd. Man fühlt sich aufgehoben, sicher und angekommen. Die Stadt nimmt einen auf, hüllt ihn ihr weißes Kleid, lässt Schmuck und Bänder spielen und gibt einem dabei das Gefühl nie verloren zu sein. 
An unserem ersten Abend in Madrid ließen wir uns treiben, streckten die Nase in die warme Madrider Abendluft und erkundeten, was wir bisher nur gelesen hatten. Und obwohl es schon dunkel war, fanden wir uns in einem Wirbel an Farben, Lichtern, Musik und Menschen wieder. 
 



Es ist die Zeit in der die Stadt erst wirklich lebendig wird. Dann reihen sich Straßenmusiker an Verliebte, Touristen an Opernbesucher in Abenkleidung, Skater brausen an Geschäftmännern vorbei die ein Bier im Restaurant genießen und Omas reden über Fußball. Die Lichter der Gebäude verschmelzen zu einem farbenfrohen Gesamtkunstwerk und in der Luft hängt noch die Wärme des Tages. Die Stadt atmet aus, macht sich schick und lässt gleichzeitig die Abendpantoffeln an um das Leben zu genießen.
Wir hörten nachts aus dem Hostalzimmer dem Treiben auf der Straße zu, auf der bis weit nach Mitternacht noch Geschirr klapperte, Musik spielte, Motorräder über das Kopfsteinpflaster schnellten und Lachen hinauf zu unserem Fenster schwebte.
Wir liefen uns die Füße platt, hielten kurz inne, nur um dann noch schneller die weiteren Geheimnisse dieser Stadt zu erkunden. Es blieb keine Zeit für schmerzende Zehen, dafür zog uns die Stadt zu sehr in ihren Bann.

Am ersten Tag nach der Ankunft verschafften wir uns einen Überblick. Wir liefen die Gran Vía entlang zum Cibeles Brunnen, fanden uns in einer Demonstration wieder, gingen weiter, vorbei an Prado und Thyssen- Bornemisza und entspannten gegen Mittag mit Obst im Parque del buen Retiro. Wir kletterten auf das Centro Dach, staunten über die Weite Madrids, durchstöberten die Bücher der Bouquinisten, besichtigten den Vorhof des Palastes und erlebten dort das zarte orange- rosane Licht der untergehenden Sonne. Bei Dunkelheit schlenderten wir zur Plaza de España und aßen unglaublich gute Churros bei San Ginés bis in die Nacht hinein. Am nächsten Tag besuchten wir den Prado und das Arte Reina Sofía Museum, ich sah endlich die Meninas mit bloßem Auge, fand entzückt ein Selbstbildnis von Dürer verlassen vor und staunte über Picassos Guernica. Es folgten lange Besuche von spanischen Tapas Bars, bei denen wir uns mit dem Kellner anfreudeten und munter Liköre ausgegeben bekamen. Nur um schließlich in einem sehr glücklichen Zustand und mit dem Gefühl sicherlich gut schlafen zu können in die Nacht zu entschwinden.

Am Sonntag besuchten wir den Rastro Flohmarkt und schlenderten zwischen tausend weiteren Leuten die Straßen auf und ab. Die Leute erstanden Pfannen, Schmuck, kleine Holzkästchen, lauschten den Schallplatten der Stände oder tauschten Sammelbilder. Die Zeit scheint hier still zu stehen, es ist einfach ein wunderbare Art seinen Sonnatg mit einem Flohmarktbesuch zu beginnen. Ich kaufte ein kleines schön bemaltes Schälchen, für Oliven oder dergleichen und trug es sicher nach Hause. Anschließend folgte der Besuch des Thyssen- Bornemisza Museums und ich freute mich an der Schöhnheit der dort ausgestellten Impressionisten. Von allen Museen gefiel mir dieses wohl am besten. Abends spazierten wir an der Oper vorbei zum Templo de Debod und bestaunten wie die Stadt unter uns in ein zartes rose hinüberglitt und schließlich in ein tiefdunkles schwarz versank. Danach mussten wir Madrid für fünf Tage auf Wiedersehen sagen und obwohl wir erst seit vier-einhalb Tagen in dieser Stadt waren, fühlten wir uns schon unglaublich heimisch und angekommen. Wir hatten nun eine Woche in Valencia bis wir nochmal für drei Tage zurückkehren würden.
Ich habe so viele Fotos und kleine Texte im Urlaub in mein schwarzes Moleskine geschrieben, aus dem gelegentlich noch etwas Sand rieselt, dass ich eigentlich bis Dezember damit Posts füllen könnte. Doch selbst nach diesen Worten oder Bildern glaube ich nicht, dass ich genau das beschrieben konnte, was ich sagen wollte. Ich freue mich, solltet ihr bis hierhin durchgehalten haben und ich freue mich auch darauf von euch zu hören. Der kommende Post wird dann die Zeit in Valencia behandeln, bevor wir wieder nach Madrid zurückkehren, dann mit einem etwas "bewegteren" Post... Ich werde auch noch zwei Reiseguides schreiben, denn es gibt ja noch so viel zu berichten!
¡Hasta luego!, Coco
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